Aus welchen Bestandteilen setzt sich das Queue zusammen?
Jeder Bestandteil eines Queues kann die Spieleigenschaft beeinflussen. Je ausgereifter die Technik des Billardspielers ist, desto häufiger werden Queues mit härteren Spieleigenschaften bevorzugt, da der Ball besser kontrolliert werden kann. Letztendlich muss jeder Spieler jedoch für sich entscheiden, welchem Härtegrad er den Vorzug gibt.

3 Spieleigenschaften ist jede Pool-Queueserie wie folgt gekennzeichnet:
Queue Soft: eher weicheres, flexibleres Spielverhalten,
Queue Medium: ausgewogenes Spielverhalten,
Queue Hard: härteres, defensives Spielverhalten.

1. Leder (Pommeranze)
Das Leder schützt nicht nur das Queue, sondern stellt auch den unmittelbaren Kontakt zum Spielball her.
Für Poolbillard sind Leder von 12 bis 13,5 mm Durchmesser ideal, für Karambolage solche mit 10 bis 12 mm. Für das Spiel mit den kleineren Snookerbällen kommen Leder von ca. 10 bis 11 mm zum Einsatz.
Profis verwenden ausschließlich Klebleder, die mit den richtigen Hilfsmitteln in der optimalen Form gehalten werden. Markenleder zeichnen sich durch höhere Formstabilität bei gleichbleibender Elastizität aus.

2. Spitze (Ferrule)
Die Ferrule schützt die Spitze des Oberteils und fängt Schwingungen bei hartem Aufprall ab.
Starken Belastungen halten besonders gut Fiberglas-Ferrulen Stand. Aus diesem Grund werden im Sortiment die Break-Jump-Queues nur mit diesen Ferrulen ausgestattet.

3. Oberteil (Schaft)
Für höherwertige Queues wird in der Regel das hellere, stabile und dennoch elastischere Ahornholz verwendet.
Die Steifheit des Oberteils hängt sowohl vom Holz als auch von der Länge und Art des Verlaufes ab. Zum Beispiel ist kanadisches Ahorn härter als europäisches. Hingegen haben länger zulaufende Oberteile mehr Elastizität. Erfahrene Spieler haben immer ein Reserve-Oberteil dabei, um bei defektem Leder durch Austausch des Oberteils sofort weiterspielen zu können.

4. Verbindung (Joint)
Bei preiswerten Queues besteht der Joint meist aus Messing (MG). Hochwertige Queues haben ein Edelstahl-Schraubgewinde (EG), ein Edelstahl-Gewindezapfen mit Holz-Innengewinde oder sogar ein Edelstahl-Schraubgewinde mit integriertem Nippel (EG+), das einen noch exakteren Sitz und Übergang gewährleistet.
Holzschraubgewinde bei Karambolagequeues (HG) haben den Vorteil, dass sie aus dem Holz des Queues herausgearbeitet werden. So kann sich nichts lockern und es stört nichts die Ballance.
Da Break-Jump-Queues je nach Art des Stoßes (Break- oder Jump-) während des Spiels verkürzt oder verlängert werden müssen, sind diese mit einem Schnellverschluss in Messing (MSV) oder Edelstahl (SV) versehen.

5. Kragen
Der Kragen verstärkt den Joint. Meist besteht der Kragen aus Phenolharz oder Edelstahl.

6. Zierring
Oberhalb und unterhalb des Kragens befinden sich die Zierringe, die sowohl das Holz des Ober- als auch des Unterteils verstärken. Verzierungen durch Einlegearbeiten erhöhen den Wert des Queues.

7. Unterteil
Das Unterteil kann aus verschiedenen Hölzern bestehen. Je edler die Holzart und je aufwendiger die Einlegearbeiten sind, desto wertvoller wird das Queue. Verzierungen haben aber keinen Einfluss auf die Spieleigenschaft. Auch ohne aufwendiges Design gibt es bereits für wenig Geld ein optimales Queue.

8. Griffzone
Die Griffzone gibt es in verschiedenen Ausführungen. Nur lackiert, mit Nylon-Griffwicklung oder lackierter Nylon-Griffwicklung. Besonders griffsympathisch werden auch Grip-Band oder edle Leinenwicklungen (lackiert bzw. unlackiert) empfunden. Hier sollte man sich ganz nach Gefühl entscheiden.

9. Endstück
Das Endstück besteht aus Endmanschette, die in der Regel im Design des Unterteils gehalten ist und der Endkappe, die den Puffer beherbergt. Bei besseren Queues ist häufig noch ein Gewichtsregulierungssystem integriert.

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